Sinnfreies des Kontiniums Teil 1 – Selbstreflektion in einer Beziehung

2008 Januar 1

jahr 2008

Hier möchte ich das erste Kapitel “Sinnfreies des Kontiniums” behandeln , in dem jeweils nach Zeit und Erfahrungen,Gedanken und Selbsttherapie um gewisse Zustände , Begebenheiten zu verarbeiten.Öffentlich deswegen weil ich glaube das ich da nicht ganz alleine bin , der sich versucht ein Bild davon zu machen warum die Gesellschaft Facetten des Lebens hervor bringt die so manch einer nicht Verstehen kann , bzw. Begreifbar Annehmen und Verarbeiten kann.Heut zu Tage leben wir vordergründig in einer Ellenbogen Gesellschaft , die sich bemerkbar macht durch völligen Egoismus , Arroganz ,Kaltherzigkeit und in Sachen Liebe , ganz fatal – das nicht “Selbst- Reflektieren” und somit Schuldzuweisungen als Schutzmeschanismus einsetzt um sich seiner Gefühle her zu werden und keinerlei Schwäche zu zeigen.

ICH bin , also werde ich SEIN! -

Das Denken ist wesentlich von “entweder - oder”, “schwarz oder weiss” oder ” nur gut” oder “nur böse” geprägt, was auch in Beziehungen vor allem auch bewirkt, daß diese Haltung ins jeweilige Gegenteil umschlagen kann.

Ihnen ist es nicht möglich, einen Menschen in dessen Abwesenheit im Herzen zu tragen……….?! ?

Sie leben in einem ständigem Dilemma, sie brauchen und suchen schnelle und intensive Nähe, die sie aber, wenn sie sie bekommen nicht ertragen können. Da sie aber eben nicht ertragen können allein zu sein, stellen sie alles mögliche an, um dies zu vermeiden. Dies wird verständlicher, wenn man bedenkt, daß Menschen oft emotionale Vernachlässigung oder auch Deprivation erfahren habe.

Es ist verdammt schwer dies in Worte greifbar zu erklären , aber ich denke so ganz falsch liege ich da wohl nicht……….. auch wenn ich noch viel Nach zu Sinnen habe über

- Was macht “wahre Liebe” aus ?

- Warum tut mein Partner mit dies an , wenn der Partner mich doch Liebt ?

- Wie lange hält “wahre Liebe?

- Liebe , nur ein anderer Ausdruck für “Ich möchte nicht alleine sein ?

- Lohnt sich die Aufopferung und Selbstaufgabe , ohne Entgegenkommen des Partners ?

Diese und viele Gedankengänge werden ich je nach Zeit und Gesundheitszustand ca min. ein mal die Woche näher Analysieren und nun zu einer Sinnesart von Interpretation in Form einer umschriebenen Dichtung – Geschichte .

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, ihr Lächeln war fröhlich und hatte den frischen Glanz wie das eines kleinen, unbekümmerten Mädchens.Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter; sie konnte nicht viel erkennen denn das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue Flanell decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: “Wer bist du?”

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. “Ich? Ich bin die Traurigkeit”, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. “Ach, die Traurigkeit!” rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüssen.

“Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit misstrauisch. “Natürlich kenne ich dich!”, antwortete die kleine Frau, “immer wieder hast du mich ein Stück meines Weges begleitet. Die Traurigkeit argwöhnte “Ja, aber……warum flüchtest du dann nicht? Hast du denn keine Angst vor mir?” Die kleine Frau lächelte.

“Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur allzu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber was ich dich fragen möchte: wieso siehst du so mutlos aus?”

“Ich…ich bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine Frau setzte sich zu ihr. “Traurig bist du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. “Erzähle mir doch, was dich so bedrückt”.
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. “Ach, weißt du…” begann sie zögernd und äußerst verwundert,

“es ist so, dass mich einfach niemand mag! Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest”.

Die Traurigkeit schluckte schwer. “Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen ‘Papperlapapp, das Leben ist heiter!’ und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen ‘Gelobt sei, was hart macht!’ und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen ‘Man muss sich nur zusammenreißen!’ und sie spüren das Reißen in den Schultern und in der Brust. Sie sagen ‘Nur Schwächlinge weinen!’ und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder sie betäuben sich mit Alkohol, Medikamenten und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.”

“Oh ja, wie Recht du hast!” bestätigte die kleine alte Frau, “solche Menschen sind mir schon sehr oft begegnet!”

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. “Und dabei will ich den Menschen nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.”

Dann schwieg die Traurigkeit, doch Tränen rannen über ihr Gesicht. Ihr Weinen war erst ganz schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. “Weine nur, liebe Traurigkeit”, flüsterte sie fürsorglich und ermunternd, “ruhe dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit innerhalb der Menschen nicht noch mehr Macht gewinnt.”

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. “Aber…aber…wer bist DU eigentlich?”

“Ich?” sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, “ich bin die Hoffnung!”.

PS: Du hieltest mein Herz, lissest es fallen und es zerbrach!

Doch lieber ein zerbrochenes Herz, als eins, dass du nie gehalten hast!


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